Wo ist mein Geld nur geblieben

Wo ist mein Geld nur geblieben?

In der Mittagspause gehen wir mit Kollegen essen und weil die Sonne so schön scheint, die ersten warmen Strahlen unseren Körper berühren, erlauben wir uns noch ein Eis. Oder einen Latte macchiato oder Espresso oder einen Schokoriegel. Auf den nach Hauseweg klebt ein großes „Sales“-Plakat am Schuhladen oder Lieblingsklamottenladen und da der Tag heute nicht gut lief, geht man mal reinschauen.

Die Sitzung war frustrierend, der Chef hat einen das Wort genommen; irgendwie ist danach die Luft zum Arbeiten raus, man surft ein wenig im Internet und findet ein tolles Schnäppchen für einen technischen Artikel. Wollte ich schon immer mal haben und schon ist es gekauft. Oder abends geht man noch schnell einkaufen, weil etwas bestimmtes für das Abendbrot gebraucht wird. Und wer kennt es nicht, dass dann schnell mehr Teile im Einkaufswagen liegen als man kaufen wollte. Wer dann noch mit seinen liebsten Kindern einkaufen gegangen ist, wird es besonders deutlich spüren.

Ach ja die Kinder. Auch wenn man selbst tagsüber eisern sein Kleingeld beisammen hielt, kommt spätestens abends denn das Verlangen danach: Geld für den Schulausflug, Essensgeld, Taschengeld, Geld für Schulmaterialien oder anderes… So rieselt das liebe Geld weg.

Gerade über das Bargeld in der Tasche, welches mal hier und mal da ausgegeben wird, verliert man schnell den Überblick für was es eigentlich ausgegeben wurde. Bei Kartenzahlung sieht man spätestens auf dem Kontoauszug was bezahlt wurde. Was es aber nicht besser macht, da im Moment der Kartenzahlung keine Kontrolle vorliegt, was ist noch machbar und was nicht. Zum Ende des Monats sehen wir dann, ob das Geld für alle Ausgaben gereicht hat oder nicht.

Dann kommen die Wochenenden, wo man nun auch mal etwas unternehmen möchte. Immerhin hat man die ganze Woche hart gearbeitet. Theater, Kino, Essen im Restaurant, Treffen mit Freunden in der Bar… die Liste ist lang, was man alles machen möchte und tut. Schnell sind an einem Wochenende 50-100 EUR oder mehr weg. Wenn der Job keinen Spaß macht, es in der Liebe gerade kriselt oder es viel Stress in der Familie herrscht, dann ist das Bedürfnis, sich was Gutes zu gönnen, hoch. Und der Begründungen viele, warum es jetzt gerade sein muss.

Oder das eigene Ego schlingt auch noch das Geld aus dem Portemonnaie. Man möchte mithalten mit den schönen Dingen des Lebens, welche die anderen haben. Wenn es von alleine nicht klappt, dann hilft ein Kredit oder Kredite… Ratzifatzi bezahlt man Dinge ab, an deren Kauf man sich schon nicht mehr erinnern kann, die keine Freudenmomente mehr auslösen, aber noch monatlich zu Buche schlagen.

Finanzielle Kompetenz
1. Schritt zur finanziellen Sicherheit: Wie spare ich richtig?

Und die schöne neue Welt gibt auch viele schöne Sachen, die man sich im Abo kaufen kann. Videostreaming – die neuesten Filme auf den LED-Fernseher. Ist ja billiger als Kino. Meistens möchte man den Blockbuster aber dann doch im Kino auf richtig großer Leinwand sehen und hat dadurch seine Ausgaben nur erhöht und nicht ersetzt.

Die Reihe kann endlos fortgeführt werden, von den vielen Versuchungen, Entschuldigungen, Begründungen, warum wir schon wieder Geld ausgeben wollen, müssen oder sollen. Es wird sich vielleicht jeder dort oben wiedergefunden haben, weil er mal so gedacht und gelebt hat. Und es vielleicht auch heute noch tut. Und jeder der erkennt, dass man sich durch solch ein Verhalten zum Sklaven des Konsums macht, wird wissen, dass man so nicht weit kommt. Wichtig dabei ist, das kleine Wort „erkennen“.

Du bist nicht glücklich mit deinem Verhalten „Geld auszugeben“? Dann durchbreche den Teufelskreis! Erkennen – Analysieren – Ändern

ERKENNE dein Konsumverhalten. Was kaufst du? Wofür gibst du dein Geld mal hier und mal dort aus?

ANALYSIERE deine Ausgaben. Was brauchst du davon wirklich als Notwendigkeit zum Leben und zum Glücklichsein. Was wird als Begründung oder mit einer Begründung zum besser fühlen gekauft?

Finanzielle Kompetenz
2. Schritt zur finanziellen Sicherheit: Wie sorge ich richtig vor?

ÄNDERE dein Verhalten Geld auszugeben und fange an zu sparen!

Sparen

ist das große Wort. Dazu mehr in den nächsten Blogartikeln von mir.

Wer nicht so lange warten möchte, kann sich schon einmal mit diesem Artikel von Lars vergnügen:

Lieber Geld sparen oder Geld ausgeben

Zum Weiterlesen:
Vermögensberater versus Versicherungsberater Teil 1
Finanzielle Leichtigkeit für Unternehmen