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Preisstrategien

Manipulation durch Preisstrategien – Teil 1

In meinem Artikel „Wo ist mein Geld nur geblieben?“ ging es um die Tatsache, dass das Geld uns mehr oder weniger unbewusst aus der Tasche fließt. Und wir uns am Ende des Tages oder des Monats fragen, wo ist das liebe Geld wieder hin… Gerade Unternehmen sind sehr stark interessiert, dass uns das Geld aus dem Portemonnaie fließt. Die mit Preisstrategien uns ein wenig helfen, dass wir Kaufentscheidungen treffen, die nicht immer zu unserem Vorteil sind. Denn der Mensch handelt bei Zahlen und Wahrscheinlichkeiten irrational, sprich intuitiv, anstatt überlegt.

Wir alle kennen den Reflex: Wenn wir ein Angebot sehen, ein Produkt, dass es 20%, 30% oder 60% günstiger gibt als sonst, denken wir ernsthaft über einen Kauf nach, obwohl das Produkt nicht auf unseren Einkaufszettel steht oder wir es im Moment oder in der angebotenen Menge nicht brauchen. Aber es im Angebot! Wir sparen! Und geben dann 1€, 5€, 10€, 20€ oder mehr aus, die wir nicht ausgeben wollten.

Wer bei Amazon einkauft, kennt den Stapel an Gutscheinen, die den Paketen beiliegen. Ich erhalte 10€ oder 30% Rabatt, wenn ich bei Parfum, Blumen, Apotheke oder anderen Shops für 50€ oder 100€ einkaufe und natürlich mich als Kunde dort registriere.

Die Unternehmen haben viel in die Forschung des Konsumentenverhaltens investiert, um einen optimalen Preis am Markt durchzusetzen, der für den Kunden oder vom Kunden als angemessen empfunden wird.

In meinem Blog stelle ich entsprechende Preisstrategien vor, die Unternehmen anwenden, um uns in unserem Kaufverhalten zu beeinflussen:

1. Billig Einsteigen, hohe Folgekosten
2. Wer die Wahl hat, hat die Qual
3. Pauschalangebote
4. Relative Zahlenangaben
5. Logische Schlussfolgerungen
6. Lockend anbieten

1. Billig einsteigen, hohe Folgekosten

Um diesen Trick der Anbieter wissen wir eigentlich zu genüge. Bei Druckern, bei Drogerieartikel, wie z.B. Rasierern, bei technischen Geräten, bei Autos und auch Versicherungen. Das Lockmittel ist ein geringer Anschaffungspreis und die notwendigen Folgeausgaben sind dann höher. Gute Tintenstrahldrucker bekommst du für 60-70 EUR oder weniger. Die Tintenpatronen, die beim Kauf mitgeliefert werden, reichen für den ersten Druckspaß von 10 Seiten oder so. Dann müssen Tintenpatronen gekauft werden, die die Hälfte oder ein Viertel des Anschaffungspreises des Druckers ausmachen. Die Umrechnung der Anschaffungs- und Folgekosten auf den Seitenpreis zeigt im Vergleich, dass der Kauf eines preishöheren Druckers auf Dauer billiger ist als der preisgünstige Drucker.

Die Ausgaben für Werkstatt, Benzin, Steuern sowie den Wertverlust für ein Auto übersteigen, laut ADAC, nach den ersten 3-4 Jahren (in Abhängigkeit der Fahrleistung pro Jahr) die Anschaffungskosten eines Autos.

Die Unternehmen machen sich zunutze, dass der Käufer entweder zu träge oder zu schlecht informiert ist, um die Gesamtkosten einer Anschaffung zu überblicken bzw. zu errechnen. Er lässt sich mit dem augenscheinlich billigen Angebot locken, freut sich über die Ersparnisse und überblickt die Gesamtkosten nicht. Aber wenn wir (Verbraucher) ehrlich sind, wissen wir darum und kaufen trotzdem… Aus ganz verschiedenen irrationalen Gründen, die wir anführen, um uns den Kauf zu rechtfertigen…

Noch ein Beispiel wie uns Zahlen beeinflussen. Aus einer amerikanischen Studie von Dan Ariely, „Predictably Irrational“, 2008: Der US-Psychologieprofessor Dan Ariely ließ den Studenten die beiden letzten Ziffern ihrer Sozialversicherungsnummer notieren und danach ein Anbgebot für eine Flasche Wein abgeben. Die Studenten, deren Endziffern zwischen 0-20 lagen, boten im Durchschnitt 12 Dollar pro Weinflasche. Die Studenten mit den Endziffern 80-99 boten im Schnitt 38 Dollar.

Demnächst folgen Teil 2 und Teil 3

Zum Weiterlesen:
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Reichtum ist Frauensache

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