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Riester-Rente

Riester-Rente? – auf jeden Fall!

Die Riester-Rente gibt es jetzt schon mehr als 13 Jahre. Die Rente, benannt nach dem damaligen Arbeitsminister Walter Riester, war und ist zum Teil sehr umstritten. Anfangs wurde viel Skepsis zu diesem Modell geäußert, dann wurde über die Riester-Rente sehr schlecht geschrieben und es kam so vielen Vertragskündigungen. Seit ein paar Jahren wird das Thema Riester-Rente sachlicher behandelt und die Vor- und Nachteile gegenüber gestellt. In jedem Rentenbescheid von der deutschen Rentenversicherung weist der Staat darauf hin, dass die gesetzliche Rente alleine nicht mehr ausreicht, sondern eine zusätzliche Absicherung notwendig ist. Der Staat hat sich entsprechende Vorsorgeprodukte ausgedacht, die mit Anreizen zum Sparen versehen sind. Eins davon ist die Riester-Rente.

Warum Riester-Rente?

Nach der Rentenreform Anfang 2000 hat der Staat seine Rundum-Versorgung für seine Bürger drastisch gekürzt. Seit dem fordert der Staat den Einzelnen auf, selbst mehr für seine Rentenvorsorge zu tun. Und damit es diejenigen machen, die besonders gefährdet sind, in Altersarmut zu rutschen, entwickelte der Staat ein Modell, welches mit staatlicher Förderung Anreize schaffen sollte.

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Herausgekommen ist die Riester-Rente, die bei regelmäßiger Einzahlung in Höhe von 4% des Bruttosozialversicherungspflichtigen Einkommens des Vorjahres, eine Zuzahlung vom Staat erhält. Für Kinder, für die der Versicherte Kindergeld erhält, fließt auch eine Zuzahlung vom Staat in den Vertrag. Die staatlichen Zulagen betragen für den Versicherten 154 EUR, für Kinder, die vor 2008 geboren sind, 185 EUR und für Kinder, die ab 2008 geboren sind, sind es 300 EUR.

In dieser Konstruktion lagen schon die ersten Kritikpunkte: Es lohnt sich nur für Kinderreiche im mittleren Einkommenssegment. Für diese Gruppe ist Riester wirklich eine sehr interessante Vorsorge, aber nicht nur für diese Gruppe.

Der Riester-Vertrag kann sich über die Zulagen oder über Steuerersparnisse oder über beides lohnen.

Darüber hinaus gibt es auch staatliche Garantien: Der Riester-Vertrag ist vor Hartz IV und Insolvenz geschützt.

Weitere Punkte, die anfangs kritisiert wurden, aber heute nicht mehr zu beanstanden sind:

    1. • Für manchen Geringverdiener lohnt sich die Riester-Rente nicht.
      • Zum Rentenbeginn kann maximal 30% des gesparten Kapitals auf einmal ausgezahlt werden.
      • Bei einem Wohnsitz außerhalb der EU geht die Förderung verloren.

Für wen lohnt sich ein Riester-Vertrag?

Das ist nicht so einfach zu sagen, da der Riester-Vertrag ein erklärungs- und pflegebedürftiges Vorsorgemodell ist, welches für sehr viele Bürger, aber nicht für alle, geeignet ist. Eine persönliche Beratung ist deshalb notwendig.

Es gibt verschieden Riestermodelle:

Riester-Banksparpläne
Vorteil: flexibel, günstig und sicher
Nachteil: geringer Garantiezins

Riester-Fondssparpläne
Vorteil: hohe Wertentwicklung, flexibel,
Nachteil: Verluste möglich, Spardauer über 10 Jahre

Riester-Rentenversicherung
Vorteil: mit Investment oder ohne, sichere Anlage, für Ältere, die sich wenig kümmern möchten
Nachteil: teuer, geringe Verzinsung bei reiner Rentenversicherung

Wohn-Riester
Vorteil: Sparen für die eigene Immobilie, verschiedene Modelle möglich
Nachteil: genau darauf achten, was beim Renteneintritt zu zahlen ist bzw. wie hoch die Auszahlung sein wird

Jedes Modell hat sein Vor- und Nachteile und ist für den einen besser geeignet als für den anderen. Für die optimale Auswahl ist ein persönliches Gespräch notwendig. Denn im Gespräch kann dein Berater dir am besten erklären, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Varianten haben und du kannst sagen, was dir wichtig ist und was nicht.
Mit dem Abschluss eines Riester-Vertrages ist es nicht getan. Ich führe bei meinen Kunden jährlich einen Riester-TÜV durch. Da checke ich, wie die Werkstatt beim Auto, ob alles noch richtig läuft oder Anpassungen notwendig sind, um die vollen Zulagen zu erhalten.

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Was passiert mit meinem Geld, wenn ich sterbe? Alles weg?

  • 1. Fall
    Du lebst weit über die Lebenserwartung hinaus und genießt lange Jahre deinen Ruhestand, dann kann es passieren, dass du mehr aus deinem Riestervertrag entnimmst als du eingezahlt hast.
  • 2. Fall
    Du stirbst wenige Jahre nach Renteneintritt, dann wird deine Rente an den von dir benannten Hinterbliebenen für die Dauer der Rentengarantiezeit weiter ausgezahlt.
  • 3. Fall
    Du stirbst vor Renteneintritt. Dann erhält der von dir Benannte deine Einzahlungen plus Verzinsung reduziert um die Zulagen. Ist der Benannte dein Ehemann/deine Ehefrau und besitzt selbst einen Riestervertrag, dann werden die Zulagen und deine Einzahlungen in deren Vertrag übertragen.

Ich fasse mal die allgemeinen Vor- und Nachteil eines Riestervertrages zusammen:

Vorteile

    Staatlich gefördert und garantiert
    Hartz IV sicher
    Insolvenz sicher
    Verschiedene Anlagemodelle
    Mindestbeitrag 60 EUR
    Unter bestimmten Voraussetzungen auch für Selbstständige
    Staatliche Zulagen
    Steuerersparnisse möglich
    Auszahlung an Hinterbliebene
    30% Kapitalauszahlung (unter bestimmten Voraussetzungen auch mehr)
    Unterstützung bei Wohneigentum

Nachteile

    Nicht unbedingt für Selbstständige geeignet
    Höhere Verwaltungsgebühren
    Erklärungs- und Pflegebedürftiger Vertrag
    (Zahlung einer lebenslangen Rente, geringe Kapitalauszahlung)
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