Kinderinvaliditätsversicherung

Kinderinvaliditätsversicherung

Viele Eltern fragen sich, wie sie ihre Kinder, vor Folgen eines Unfalles oder einer Erkrankung schützen können. Die meisten schließen eine Unfallversicherung für ihre Kinder ab.

Eine Unfallversicherung ist ein guter Anfang, denn sie sollte im Falle eines plötzlich, zeitlich und örtlich bestimmbares und von außen einwirkendes Ereignis, bei dem eine natürliche Person unfreiwillig einen Körperschaden erleidet, die Kosten der Behandlung übernehmen. Die Unfallversicherung weist ein paar Lücken auf, da erstens die Voraussetzungen für einen Unfall bewiesen werden müssen und zweitens eine Unfallversicherung auch nur bei schweren Unfällen zahlt. Ein verstauchter Fuß im Sportunterricht würde nicht davon betroffen sein, zumal die Frage zu klären ist, ob das Kind unfreiwillig am Sportunterricht teilgenommen hat.

Eine Unfallversicherung ist günstiger, zahlt aber nicht für eine Schwerbehinderung, die aufgrund von Krankheit entstanden ist. Rund 1,7 Millionen Unfälle von Kindern erfordern jedes Jahr eine ärztliche Behandlung. Nur 0,19% der schwerbehinderten Menschen unter 16 Jahren sind durch einen Unfall zum Invaliden geworden. Deshalb ist der Abschluss einer Kinderinvaliditätsversicherung (KIV) die bessere Wahl. Diese Versicherung ist vergleichbar mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Berufstätige. Sie zahlt dem Kind lebenslang eine monatliche Rente. Dieser Schutz kann zwischen 300-500 EUR im Jahr für eine monatliche Rente von 1.000 EUR kosten.

Beim Abschluss einer KIV sind aber auch ein paar Punkte zu beachten. Diese Punkte stehen im Kleingedruckten und sollten vor Abschluss der Versicherung geklärt sein. So gibt es einige Versicherer, die Behinderung aufgrund von psychischen Erkrankungen sowie Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen ausschließen. Laut Statistischen Bundesamt geht der Großteil der Behinderungen von Jugendlichen auf Störungen der geistigen oder seelischen Entwicklung zurück. Darunter fallen auch Lernbehinderung oder das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). Die Störungen müssen eindeutig auf hirn-organische Schäden zurückzuführen sein. Dies ist oft schwer nachweisbar.

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Dafür sind Behinderungen aufgrund angeborener Krankheiten nicht mehr ausgeschlossen. Auch hier ist es hilfreich, die KIV zu früh wie möglich abzuschließen. Es gibt Versicherer, die Kinder ab der sechsten Lebenswoche, wenn die ersten drei Vorsorgeuntersuchungen abgeschlossen sind, versichern.

Ich habe erst gestern für ein vierjähriges Kind eine KIV abgeschlossen. Angefangen wird mit einer monatlichen Rente von 850 EUR, die sich aufgrund der Dynamik erhöht. Was ich darüber hinaus an dieser Versicherung gut finde, ist die Möglichkeit sie in einer Berufsunfähigkeit ohne erneuter Gesundheitsprüfung bei Eintritt des Kindes ins Berufsleben umzuwandeln. Auch wenn das Kind beim Berufseintritt noch ein junger Mensch sein wird, kenne ich Fälle von Berufseinsteigern, bei denen es zu Ausschlüssen in der Berufsunfähigkeit, aufgrund von ärztlichen Behandlungen seit der Kindheit, gekommen ist. Diese Versicherung beinhaltet noch die Möglichkeit Rücklagen aufzubauen, die zu bestimmten Terminen ausgezahlt werden können. So kann sich das Kind mal zwischendurch den ein oder anderen größeren Wunsch erfüllen.

FAZIT:

Wenn das familiäre Budget die Möglichkeit einer Kinderinvalitidätsversicherung hergibt, sollte ernsthaft über ein Abschluss nachgedacht werden. Gern beraten wir euch zu diesem Thema. Ansonsten ist der Abschluss einer Unfallversicherung für die Kinder sehr wichtig. Zu Fragen rund um die Unfallversicherung stehen wir auch gerne zur Verfügung.

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