Beraterin für finanzielle Sicherheit

4 Tipps zum Geld anlegen

Die Zinsen sinken immer weiter, Inflation und unsichere Bankeinlagen verunsichern Sparer. Wo und wie kann man Geld heute noch sicher anlegen? Es ist einfacher, als man gemeinhin denkt, trotz der schwierigen Finanzsituation. Allerdings sehen die idealen Anlegemöglichkeiten ein wenig anders aus als noch vor 20 oder 30 Jahren, als das Sparbuch die beste Lösung schien und viele Menschen in Kapitallebensversicherungen investierten …

Geld anlegen – Tipp 1: Vor dem Sparen: Schulden zurückzahlen

Ein bisschen Geld auf der hohen Kante ist wichtig, ganz ohne Frage. Das betrifft insbesondere Familien mit Kindern. Denn eine kaputte Waschmaschine, ein liegengebliebenes Auto oder der anstehende Schulausflug mit Übernachtung können sonst zum finanziellen Desaster werden. Um das Geld richtig anzulegen, ist es wichtig die passende Bank entsprechend seiner individuellen Ansprüche zu finden und dort das Konto zu eröffnen. Für das Geld, das im Zweifelsfall schnell verfügbar sein sollte, aber mehr Zinsen als auf dem Girokonto einbringen soll, ist ein Tagesgeldkonto keine schlechte Lösung. Abhängig von der Bank werden Tagesgeldkonten auch für die Kinder angeboten: Es gibt Modelle, die so gestaltet sind, dass das Geld der Kinder beispielsweise auch bei drohender Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung nicht zur Deckung des täglichen Lebensbedarfs herangezogen werden darf, sondern als Anlage für die Kinder bleibt. Bevor aber wirklich gespart und Vermögen gebildet werden kann, sollten bestehende Schulden zurückgezahlt werden. Denn die Zinsen auf Darlehen sind in der Regel so hoch, dass sich das Sparen auf der einen Seite und das nur langsame Zurückzahlen auf der anderen Seite durch den niedrigen Zinsknauf Guthabenseite nicht lohnt.

Geld anlegen – Tipp 2: Geld breit gefächert anlegen

Experten sind sich einig: Es ist risikoreich, heute alles auf eine Karte zu setzen. Wer sein Vermögen nur einem einzigen Geldinstitut anvertraut oder in nur eine einzige Art von Aktie, Fond oder Währung investiert, hat im Falle einer Finanzkrise unter Umständen viel oder alles verloren. Gelder sollten breit verteilt werden, um das Risiko zu minimieren. Wer also einen Teil seines Vermögens in Wertpapieren anlegt, einen anderen Teil in Währungen investiert und den Rest in Gold steckt, macht es richtig. Welche Arten von Anlagen gewählt werden, ist dabei Geschmacksache: Hohe Rendite bringen normalerweise nur Anlagen mit sehr hohem Risiko. Wenn ein Teil des Geldes risikoreich investiert wird und man sich den Verlust im Zweifelsfall leisten kann, ist das kein Problem. Allerdings sollten Menschen, die nicht viel investieren können und Verluste schlecht verkraften, eher Anlagen mit mittlerem oder geringem Risiko wählen.

Geld anlegen – Tipp 3: Sparbuch und Ausbildungsversicherung sind eher schlecht

Ausgedient haben die Möglichkeit des Sparens, die noch zu Kinderzeiten der heutigen Generation junger Eltern angesagt waren: Weder das Sparbuch, noch die Ausbildungsversicherung für die Kinder lohnen sich. Zu den extrem niedrigen Zinsen kommen unter Umständen hohe Geld weit gestreut anlegenBearbeitungs- und Bankgebühren sowie ungesicherte Einlagen. Auch die Kapitallebensversicherungen, die in den 1980er und 1990er Jahren noch als sehr sichere und sinnvolle (weil später steuerfrei ausgezahlte) Anlage galten, sind inzwischen alles andere als rentabel oder sicher. Insbesondere die Produkte der namhaften Versicherer gelten als viel zu teuer. Wer seine kapitalbildende Lebensversicherung allerdings in den 1980er oder 1990er Jahren abgeschlossen hat, sollte die eher nicht vorzeitig kündigen: Die garantierten Zinsen sind garantiert, und unter bestimmten Umständen sind die Auszahlungen bei den vor 2005 abgeschlossenen Versicherungen auch weiterhin steuerfrei.

Geld anlegen – Tipp 4: Nicht nur über Produktklassen, sondern auch über verschiedene Laufzeiten streuen

Bei der Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlagen ist es wichtig, nicht nur auf eine breite Palette unterschiedlicher Produkte zu achten, sondern auch die Laufzeiten zu variieren. Generell gilt: Je länger das Geld gebunden ist, desto höher ist die Rendite. Und das gilt bei Fonds genauso wie bei Investitionen in Produkte. Allerdings gibt es ein paar neuere Anlagemöglichkeiten, die eher risikoreich gesehen werden und von denen in größerem Maßstab zumindest abgeraten wird: Crowdinvesting ist eine Methode, Kleinanlegern den Kauf von Unternehmensanteilen bei junge Unternehmen zu ermöglichen. Start-Ups können sich durch Crowdinvesting finanzieren. Das ist für die Unternehmen wie für die Anleger eine gute Sache – solange es gut geht. Viele junge Unternehmen sind aber eher unsicher und erhalten aus gutem Grund keine Finanzierung durch Banken und Großinvestoren. Das sollte unbedingt bedacht werden.

Fazit

Es gibt weiterhin eine Menge Möglichkeiten sein Geld sicher und gewinnbringend anzulegen. Bevor das Geld angelegt wird, sollte sich jeder genau überlegen, welche der Möglichkeiten zu der individuellen Situation passt und wie die eigene Risikoneigung ist. Bei dieser Überlegung ist es sinnvoll, sich Unterstützung zu nehmen. Gern stehe ich für eine ganzheitliche Strategieplanung zur Verfügung.

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