finanzanalyse din 77230

Finanzanalyse für Privathaushalte

Das Jahr 2019 begann genormter. Seit Jahresbeginn gibt es das Formular DIN 77230 – Finanzanalyse für Privathaushalte. Eine geregelte Erfassung von bestehenden Versicherungen, Rücklagen, Rentenansprüchen und Wohneigentum.

Gleiche Ergebnisse bei der Finanzanalyse

Alles was standardisiert ist, lässt sich leichter vergleichen. Damit kann der Kunde verschiedene Berater und ihre Beratungsleistungen leichter miteinander vergleichen. Denn, so die Logik, die Analyse des Status quo muss bei gleicher Ausgangssituation gleiche und richtige Ergebnisse liefern. So ein Kommentar von Stiftung Warentest.

Die Frage ist, ob Privathaushalte sich mehrere Analysen unterziehen, um die Berater und ihre Empfehlungen miteinander zu vergleichen. Die konkreten Empfehlungen, die aus der Analyse folgen, sind nicht vorgegeben. Also jeder Berater kann wie bisher seine Empfehlungen sachlich und nachvollziehbar begründen. Inwieweit das im wirklichen Interesse des Kunden liegt, weiß der Kunde erst, wenn er sich selbständig bemüht, andere Berater um ihre Empfehlungen zu bitten. Wie bisher auch.

Ein Mitglied des Normenausschusses bekräftigt: „Mit einer normgerechten Finanzanalyse lassen sich messbare, objektive und am individuellen Bedarf ausgerichtete Empfehlungen geben.“ Das heißt, im Streitfall könnten Dritte leichter beurteilen, ob ein Falschberatung vorlag oder nicht.

Objektiver DIN-Normenausschuss?

Der DIN-Normenausschusses bestand aus Vertretern der Deutschen Bank, Commerzbank, Allianz, Stiftung Warentest und einem Professor. DIN-Normen sind keine Gesetze, haben aber gesetzesergänzenden Charakter. Im Streitfall vor Gericht, kann das Gericht untersuchen, ob eine normengerechte Vorgehensweise vorlag.

Die Kritiker des DIN Formulars sehen eher darin eine Vereinfachung, Produkte zu verkaufen. Der Kunde erhält eine Liste mit seinen Absicherungslücken, die dann nach und nach abgearbeitet wird. Und dafür werden dann überwiegend hauseigene Produkte verkauft. Auch hier ist der Kunde gefragt, andere Angebot einzuholen und zu vergleichen, bevor er etwas abschließt.

Die Finanzberater sind nicht verpflichtet diese DIN zu nehmen. Sie können damit werben, dass sie DIN einsetzen. Eine Überprüfung der Nutzung der DIN von staatlicher Seite gibt es nicht.

Fazit:

Es gibt eine neue Norm für Finanzberatungen. Ob es im Sinne der Kunden geschah ist fraglich.

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