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Das Ende der Lebensversicherung - Buch

Michael Grandt „Das Ende der Lebensversicherung“

„Warum sie jetzt handeln müssen und wie Sie Ihre Altersvorsorge retten – Schritt für Schritt“

Aktuelle Situation von Lebensversicherungen

Immer mehr Versicherer, wie z.B. Ergo, bieten keine klassischen Policen mit lebenslangen Garantien mehr an. Das ist für die Versicherer aufgrund der Niedrigzinspolitik einfach nicht mehr attraktiv. Diese Nachricht ist nicht neu. Aber auch für die Versicherten, selbst die mit Alt-Verträgen, die einen Garantiezins ab 2,5% haben, lohnen sich diese Versicherungen nicht.

Jede Lebensversicherung, die in den nächsten Jahren ausgezahlt wird, fällt bis zu 50% geringer aus als bei Abschluss kalkuliert wurde.

Lebensversicherung ist der Oberbegriff für Versicherungen, die Risiken wie Tod oder Invalidität absichern sowie Versicherungen, die der privaten Altersvorsorge dienen. Es gibt aktuell 91 Millionen Lebensversicherungsverträge in Deutschland.

Nicht jeder hat seine Lebensversicherung zu dem Zweck der Vorsorge abgeschlossen, sondern zur Absicherung von Immobiliendarlehen. Auch dieses jahrelang bewährte Modell stellt die Immobilienbauer im Auszahlungsfall vor bösen Überraschungen und finanziellen Belastungen.

Michael Grandt führt in diesem Buch genug Gründe auf, warum sich der Abschluss eine Lebensversicherung für die Versicherten nicht mehr lohnt und auch das Halten dieser nicht immer sinnvoll ist.

Interessante Lektüre

Wer meint, dass dieses Buch trockene und langweilige Lektüre ist, irrt. Herr Grandt begründet leicht verständlich, auf den Punkt gebracht, direkt und mit Quellen hinterlegt, das Ende der Lebensversicherungen.

Er verwendet nicht viel Prosa für seine Erläuterungen. Die Sätze sind kurz und klar in ihrer Aussage. Er führt viele Quellen an, um seine Aussagen zu belegen. Auf der Seite 100 befindet sich schon die Fußnote 200.

Als ich die ersten Seiten gelesen habe, war ich der Meinung, dass jeder mündige Bürger dieses Buch lesen sollte, um besser zu verstehen, was mit seinem Geld gerade passiert. In Hinblick auf das kommende Wahljahr wäre das vielleicht keine so gute Idee.

Wechselnde Gefühlszustände

Beim Lesen des Buches können zwei Gefühlsreaktionen entstehen. Immense Wut oder Resignation in Höchstform. Vielleicht auch beides, dann aber nacheinander. Viele der Argumente, Aussagen und Gründe, die Herr Grandt geschrieben hat, kennen wir. Wir wissen, dass das Finanz-, Versicherungs- und Politiksystem nicht auf das Wohle des „kleinen“ Bürgers ausgelegt ist. Wenn man diese Tatsache, aber so klar und mit Zahlen hinterlegt, aufgezeigt bekommt, dann sieht die Lage schon anders aus.

Beim Lesen der ersten sechs Kapitel, die gut herleiten, warum das System Lebensversicherungen vor dem Ende steht, nahm meine Resignation zu.

Die Frage: „Was soll man denn machen?“ drängte sich ziemlich schnell auf. Die eh schon nicht vorhandene Lust, Steuern und Versicherungsbeiträge zu bezahlen, kühlte sehr stark ab. Warum sollte ich nachhaltig für mich (vor-)sorgen, wenn der Staat es auch nicht tut und die Banken/Versicherungen mir vermeintliche Sicherheiten, in Form von schönen Wörtern, wie Garantiezins und Überschussbeteiligung, vorgaukeln.

Der Wunsch sich diesem „System“ zu entziehen, war sehr stark. Überlegungen auszusteigen, auf Pump, Schulden und Staatskosten zu leben oder Steuerschlupflöcher kreativ zu nutzen, tauchten auf.

Lebensversicherung „Ja“ oder „Nein“?

Da Herr Grandt am Anfang auch mitteilte, dass er den Leser nicht im Regen stehen lässt, stieg also die Erwartung, welche Lösungsansätze er vorstellt.

Im ersten Moment war ich enttäuscht, da er sich, mit dem Hinweis, so eine Finanzplanung ist individuell, sehr allgemein hielt. Bei genauer Überlegung gebe ich ihm Recht. Er hat für dieses Buch und für die unterschiedliche Leserschaft alle nötigen Informationen für Alternativen gegeben. Und gleich die Chance genutzt auf ein weiteres Buch von ihm, „Ihre Vorsorgemappe – So schützen Sie Ihr Vermögen.“, hinzuweisen.

Seinen Alternativen, die er beschreibt, stimme ich zu. Mich hat seine Einstellung zu ETFs erstaunt. Seine Begründung dazu ist nachvollziehbar.

FAZIT:

Wie oben geschrieben, bin ich der Meinung, dass jeder mündige Bürger dieses Buch lesen sollte, um das heutige „staatliche Vorsorge-System“ besser zu verstehen. Das wird leider nicht umsetzbar sein. Es ist ein interessant geschriebenes Buch für jeden, der sich über seine Vorsorge Gedanken macht und den Wunsch verspürt, seine Vorsorge lieber selber in die Hand nehmen zu wollen.

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