Vermögensanlage

7 Gedanken, die du dir zu deinem Vermögen stellen solltest

Ab und zu sollte sich jeder über sein Geld, sein Vermögen, seine Anlagestrategie Gedanken machen. Die regelmäßige Überprüfung seines Vorgehens bei der eigenen Vermögensverwaltung hilft, Geldverluste zu verringern bzw. zu vermeiden.

Nachfolgend sieben Gedanken, die sich jeder bezüglich seiner Vermögensverwaltung grundsätzlich und regelmäßig machen sollte.

  • Besitze ich eine Strategie?

Am Anfang einer Strategie steht eine Bestandsaufnahme. Wie viel Geld habe ich? Wo liegt dieses Geld? Wie bin ich mit meiner Absicherung aufgestellt? Welche finanziellen Ziele habe ich? Mit Hilfe dieser Bestandsaufnahme ist jeder gezwungen sich ernsthaft zu überlegen, was er wie mit seinem Geld machen möchte. Und vermeidet einen desolaten Zustand seiner Vermögenswerte. Planlosigkeit bei der eigenen Vermögensabsicherung bzw. beim eigenen Vermögensaufbau kann eine Menge Geld kosten. Geld, welches für zu hohe Kosten, für zu wenig Zinsen und für mangelndes Durchhaltevermögen verlorgen geht.

  • Besitze ich genug Disziplin?

Ein weiterer Grund, warum wir viel Geld verlieren und nicht für uns nutzen, ist die mangelnde Disziplin bei der Geldanlage. Wenn eine Strategie für Vermögensabsicherung und -aufbau vorliegt, dann ist die Wahrscheinlichkeit geringer Produkte abzuschießen, die nicht bis zum Ende bedient werden. Egal ob es um Lebensversicherungs-Produkte oder um Aktienanlagen geht. Jedes Aufhören, jeder vorzeitiger Abbruch bedeutet Geldverlust.

  • Arbeiten meine liquiden Mittel?

Wir verfolgen den Ansatz, dass neben der Absicherung von Risiken auch ein Liquiditätspolster aufgebaut werden sollte, bevor die nächsten Stufen des Vermögensaufbaus erklommen werden.

So ein Liquiditätsposter dient zur Abdeckung kurzfristiger großer Ausgaben, wie z.B. Reparaturen und Neuanschaffungen. Als Richtgröße empfehlen wir das drei- bis sechsfache der durchschnittlichen monatlichen Ausgaben. Wie diese berechnet werden, kannst du im Onlinekurs „Finanzielle Kompetenz“ lernen.

Da das Liquiditätspolster nicht langfristig angelegt werden darf, heißt es nicht, dass diese große Summe untätig rumliegen muss. Bei den heutigen Niedrigzinsen ist natürlich eine kurzfristige Geldanlage schwer zu finden. Hier bietet sich ein Tagesgeldkonto an. Überwiegend bei Onlinebanken, kann der Anleger noch eine Verzinsung auf Tagesgeldkonten erhalten. Zum Beispiel bei der ING-Diba mit 0,35% fürs Extrakonto.

  • Ist mein Vermögen geschützt?

Für viele bedeutet Vermögen der Besitz von viel Geld, welches entweder in Immobilien oder in Aktien angelegt ist. Vermögen schließt aber auch die wichtigste Einkommensquelle mit ein. Nämlich die eigenen Arbeitskraft , die die Grundlage für den jetzigen Lebensstandard ist. Sowie die Grundlage für einen Vermögensaufbau.

Bis zur Rente kann dieses Arbeitsvermögens einen sechs- bis siebenstelligen Betrag bedeuten. Obwohl die Zahl der Menschen, die aufgrund von Krankheit (besonders aufgrund von psychischen Krankheiten) oder Unfall nicht bis zur Rente durchhalten, wächst, stagniert die Zahl der abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Wer keine Absicherung seiner Arbeitskraft vorgenommen hat, sollte genau prüfen, inwieweit er aus Rücklagen das Risiko selber tragen kann. 

  • Erwirtschafte ich Rendite?

Jedes Depot sollte immer eine gute Mischung aus risikoreicheren und risikoärmeren Titel sein. Eine regelmäßige Kontrolle der Gewichtung hilft, sein Depot auch der Marktsituation anzupassen und kein Geld zu verlieren. Deutsche Staatsanleihen mögen eine sichere Anlageform sein. Jedoch bringen zehnjährige Bundesanleihen keine Zinsen mehr. Wer eine Übergewichtung von Staatsanleihen im Depot hat, wird keinen signifikanten Vermögensaufbau betreibe können.

  • Behalte ich die Kosten im Blick?

Wer keine Zinsen auf seine Geldanlagen mehr bekommt, sollte kritisch prüfen, ob er für die Kontoführung noch Geld bezahlen möchte. Es gibt genug kostenlose Alternativen. Genauso auch bei Versicherungsverträgen mit denen Vermögensaufbau betrieben werden soll. Aufgrund der niedrigen Garantieverzinsung sollten die tatsächlichen Kosten der Verträge genau geprüft werden. Wer zum Vermögensaufbau keine Versicherung nutzen möchte, sondern mittels Sparplan an der Börse sollte bei der Fondsauswahl auch die Gebühren vergleichen. Oder sich mit ETFs (Exchange Traded Funds) vertraut machen. Die Aktien Akademie vermittelt übersichtlich, verständlich und in konzentrierter Form den Einsatz von ETFs beim Vermögensaufbau.

  • Bin ich mit Spaß dabei?

Der Vermögensaufbau und die Absicherung der eigenen Vermögenswerte sollten nicht zum asketischen Lebensstil führen. Auch wenn du nur das Geld sparen kannst, welches du nicht ausgibst, kann eine strategische Vermögensplanung helfen, alle Bedürfnisse zu befriedigen. Das Bedürfnis nach Spaß und Spiel sowie die Bedürfnisse der Grundabsicherung und der Vorsorge. Und damit kommen wir zu Punkt 1 zurück. Eine Strategie ist für die eigene Vermögensverwaltung notwendig und sinnvoll, damit das Geld nicht ziellos wieder von einem wegfließt. Wer hierzu Anregungen, Beispiele oder einen Plan benötigt, kann sich mit dem Online-Kurs „Finanzielle Kompetenz“ weiterbilden.