4 typische Anlagefehler

Vier typische Anlagefehler

In dem heutigen Niedrigzinsumfeld ist die Börse eine sehr gute Alternative um sein Geld mit Rendite anzulegen. Immer mehr trauen sich den Weg an die Börse, zumal es über Direktbanken einfach und kostengünstig geht.

Bei einer Analyse von 40.000 Wertpapierdepots von Direktbankkunden ergab, dass die meisten Fehler bei ihren Börseninvestments begehen. Und damit ein Vermögen verschenken und schlechtere Renditen einfahren.

  1. typische Anlagefehler: Mangelnde Streuung

In vielen Depots liegen im Durchschnitt zwölf Wertpapiere. Das ist eine zu geringe Risikostreuung bei einem Depot, was grundsätzlich nur aus Einzelaktien besteht. Wer Einzelaktien hält, sollte bis zu 30 verschiedene Papiere im Depot haben, um eine angemessene Streuung zu erreichen. Da 30 Wertpapiere auch einen hohen Aufwand an Verfolgung der Unternehmensentwicklung bedeutet, ist das nur was für erfahrene Anleger.

Für Anfänger und für Anleger, die sich nicht viel um ihr Depot kümmern möchten, empfiehlt sich eine Streuung durch ETFs, die weltweit anlegen.

Das könnte zum Beispiel ein ETF auf den Welt Aktien Index MSCI World sein. Dieser beteiligt die Anleger an der Wertentwicklung von mehr als 1600 internationalen Aktien. Wer ein bisschen Risiko möchte, investiert in einem ETF auf dem MSCI World all Countries (AC), der auch in Schwellenländern investiert und damit sogar knapp 2500 Aktien umfasst.

Die Schwierigkeit ist bestehenden Depots entsprechend umzubauen. Vielen Anlegern fällt das schwer, weil sie ihre Papiere verkaufen müssen. Wenn Aktien mit schlechter Performance im Depot liegen, fällt es vielen Anlegern doppelt so schwer, diese zu verkaufen. Obwohl rational gesehen es besser ist, sie zu verkaufen, als zu warten, dass sie wieder in die Gewinnzone drehen.

 

  1. typischer Anlagefehler: Aktien picken

In den durchschnittlichen Depots befinden sich eher Einzelaktien oder Branchenfonds. Meist haben die Anleger diese Tipps aus Börsenbriefen oder weil sie selbst aus dieser Branche beziehungsweise aus diesem Unternehmen kommen. Eine weitere Gefahr besteht, dass Aktien mit negativer Entwicklung nachgekauft werden, um die Einstandskosten zu verringern. Dadurch kann schnell Klumpenrisiko entstehen. Die meisten dieser untersuchten Depots wiesen negative Rendite auf.

Auch hier ist die Lösung auf breitstreuende ETF zu setzen. Wem das zu langweilig ist, sollte bei seinem selbst zusammengestellten Aktiendepot auch eine Auswahl von Aktien der wichtigsten Branchen achten.

 

  1. typischer Fehler: übermäßiges Handeln

Wir viel handelt, sprich sein Depot umschichtet, kauft und verkauft, der kann seine Rendite aufgrund der Transaktionskosten sehr stark schmälern.

Nicht jede negative Meldung in den Nachrichten oder nicht jeder Kusseinbruch erfordert sofortiges handeln. Auch hier ist es ratsam, sich einen weltweit investierenden ETF zu kaufen. Und diesen dann Zeit und Raum für die Entwicklung zu geben.

Wer auf intensives Wertpapierhandel nicht verzichten kann, dem empfiehlt sich die Käufe und Verkäufe zu dokumentieren sowie die Kosten die dadurch entstanden sind. Manchmal ist es sehr hilfreich, um deutlich zu machen, was dieser Spaß kostet.

 

  1. typischer Anlagefehler: zu viel Deutschland

Grundsätzlich sollte man nur das kaufen, was man kennt. Das kann aber dazu führen, dass das Depot sehr einseitig ausgerichtet ist. Nämlich dann, wenn man sehr viele Einzelaktien aus Deutschland im Depot hat.

Zumal bei den untersuchten Depots häufig Titel zu finden waren, die eher spekulativ waren. Und keine Orientierung an den deutschen Indizes.

Wenn die deutsche Wirtschaft gut läuft kann so ein Depot zu guten Renditen führen, im internationalen Vergleich wird es aber eher moderat bleiben.

Deutsche Aktien, gerade auch die im MDax gelistet sind, sind eine gute Beimischung zu jedem Depot.

Sie sollte aber nicht 20 % des Depotvolumens überschreiten. Der Rest (80%) sollte auf eine internationale Streuung ausgerichtet sein.

Für Anleger mit kleinen Anlagebeiträgen sollten in einer Kombination aus einem weltweiten ETF und einem DAX-ETF setzen. Wer gerne Einzelaktien aus Deutschland kaufen möchte, sollte auf eine Streuung von mindestens 5-7 Titeln verschiedener Branche achten.

 

Anhand dieser vier typischen Anlagefehler können folgende fünf Tipps abgeleitet werden:

  1. sein Vermögen breit streuen
  2. langfristig investieren
  3. ruhig bleiben
  4. nicht gierig werden
  5. die Kosten senken über ein Depot bei einer Direktbank.

Fazit:

Die Geldanlage an der Börse ist eine schöne Sache, vorausgesetzt man beachtet ein paar Regeln. Und auch hier gilt, lieber weniger als mehr, d.h. lieber weniger Titel und Aktionismus als zu viele Titel und zu übermäßiges Handeln. Hier kannst du dir eine Liste von weltweit agierenden ETFs mit guter Rendite anschauen.

 


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