…die bei Frauen zum Misserfolg bei Ihrer finanziellen Vorsorge führen

Frauen und Geld sind ein Thema für sich. Warum dieses Thema bei den meisten Frauen langfristig zum Misserfolg führt, werde ich hier erläutern.

Es gibt drei wesentliche Gründe dafür:

  1. Geld ist unsexy
  2. Börsenangst
  3. Vogel-Strauß-Methode

Grund 1: Geld ist unsexy

Wir alle kennen diesen Spruch: „Über Geld redet man nicht, Geld hat man.“ Ein Spruch, den Männlein wie Weiblein sagen. Aber gerade bei uns Frauen liegt oft eine innere Sperre vor, über Geld zu sprechen.

Es gibt viele Frauen, die der Meinung sind, dass Geldanlage, Geld verdienen, Geld vermehren Männersache ist. Sie wollen darüber nichts wissen, nicht mitreden bzw. selbst aktiv werden. Diese Ansicht, gepaart mit dem Vorurteil, dass Frauen kein Händchen für Geldanlagen haben, ist bei Frauen wie bei Männern sehr stark vertreten. Definitiv macht Geld ausgeben mehr Spaß. Diese Rollenverteilung findet wir bei dem in der Werbung typischen Bild von einer Familie, aber auch in der Realität, wo beide arbeiten, ob bei den Gutverdienern oder bei den Geringverdienern….

Diese Einstellung zum Geld führt dazu, dass die Frauen kein finanzielles Wissen besitzen. Sie möchten Geld haben und Geld ausgeben. Aber sich keine Gedanken über Geld machen. Dafür haben Sie ja den Mann.

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Ich finde Rollenverteilung wichtig. Jeder hat seine Stärken und sollte entsprechend seiner Stärken Aufgaben übernehmen. Wenn der Mann ein Faible für Geldangelegenheiten hat, dann sollte er die Verantwortung dafür tragen. Wichtig ist, dass die Frau versteht, was der Mann tut. Was er für ihre finanzielle Absicherung und Vorsorge sowie für die gemeinsame finanzielle Planung tut, sollte sie wissen.

Warum ist es wichtig, die eigene finanzielle Vorsorge zu verstehen?

Hier ein ähnliches Beispiel: Frau und Auto

Ich möchte mich nicht um das Auto kümmern. Reifen wechseln, sauber machen, jährliche Durchsicht, TÜV-Untersuchung, Reifendruck, Ölwechsel etc…. das sind nicht meine Themen. Das ist eine Männeraufgabe – finde ich. Trotz dieser Einstellung und dem Widerwillen gegenüber diesen Aufgaben, kümmere ich mich um mein Auto. Gut, in die Waschstraße zu fahren, ist noch am einfachsten und macht mit Kind an Bord auch Spaß. Ich vereinbare auch Termine zum Reifenwechsel oder zur TÜV-Untersuchung. Das Gespräch mit den Automechanikern vor einer jährlichen Untersuchung ist nicht gerade eine freudige Angelegenheit für mich. Einerseits bin ich der Meinung, dass die Herren in den blauen Anzügen es ausnutzen, wenn eine Frau vor Ihnen steht (ganz schlechte Einstellung) und zweitens verstehe ich sie irgendwann nicht mehr (oder habe Angst davor, sie nicht zu verstehen). Nun habe ich die Wahl es zu lassen oder es zu probieren. Ich frage, zum Leidwesen des Mechanikers, solange nach bis ich es verstanden habe.

Warum tue ich das?

  1. Ich möchte es verstehen.
  2. Ich möchte auf dem Laufenden sein.
  3. Ich möchte es können, wenn kein Mann mir helfen kann.
  4. Ich möchte meiner (vermeintlichen) Angst nicht mehr Raum geben.
  5. Es ist mein Auto.
  6. Ich bin auch fähig, mich um das Auto zu kümmern.

Warum ist es wichtig, wenigstens zu verstehen bzw. zu wissen, was der Partner/der Mann/der Freund oder auch der Berater für die eigene finanzielle Vorsorge unternimmt?

  1. Es geht um die eigene persönliche finanzielle Zukunft.
  2. Die Frau übt eine gewisse Kontrolle aus, wenn sie Interesse zeigt.
  3. Jeder Mensch gibt sich für die eigenen Bedürfnisse und Ziele die meiste Mühe.
  4. Es kann die Zeit kommen, da ist der Mann/Partner/Freund nicht mehr da, um sich weiter darum zu kümmern.
  5. Im Falle einer Trennung oder Scheidung kann es für die Frau finanziell ein böses Erwachen geben.
  6. Mit zunehmenden Alter wird es schwieriger, sich mit ungeliebten Themen auseinanderzusetzen.
  7. Wenn Frau sich von Anfang an dafür interessiert, wächst sie in diese Thematik rein.

Welche Folgen kann das haben?

Bei einer Trennung kann der Mann sein Vermögen kleiner darstellen als es ist -> mit finanziellen Einbußen für die Frau. Sie selbst hat keine Rücklagen gebildet. Beim Tod des Mannes weiß sie von einigen Vermögenswerten nichts -> mit finanziellen Einbußen für die Frau. Der Frau fehlt das Wissen über die eigene Finanzlage und auch das Wissen, entsprechend zu fragen. Sie mag vielleicht den Bankberater der Hausbank kennen, aber was ist, wenn Depots noch bei weiteren Banken eröffnet wurden…

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Und wenn die Frau im günstigsten Fall einen Überblick über die Vermögenswerte hatte, wird sie vielleicht bei dem Versuch, das Geld anzulegen und zu vermehren, scheitern. Auch hier liegt dann fehlendes Finanzwissen vor, um erfolgreich agieren zu können.

Wie kann ich es vermeiden, finanziell unwissend zu sein?

  • Verschaffe dir regelmäßig einen Überblick über die eigenen Geldein- und ausgänge. Schaue dir die Ausgänge genau an. Wofür gibst du Geld aus? Ist es wirklich notwendig oder kann ich mit Vermeiden dieser Ausgabe, Rücklagen für meine finanzielle Sicherheit erlangen?
  • Ermittle dein Nettovermögen! Welche Vermögenswerte besitzt du? Welche Schulden hast du?
  • Beschäftige dich mit deinem Geld!
  • Sei bei Gesprächen mit Beratern dabei! Stelle Fragen bis du es verstanden hast. Entscheide dich nur für Produkte, die du verstehst.
  • Lass dir von deinem Partner/Mann erklären, was er tut. Mache eine Aufstellung darüber, was ihr in Sachen Vorsorge unternommen hat. Erfasse die Vertrags- und Kundennummer sowie Vertragsbedingungen.
  • Bilde dich in Finanzen und Vorsorge weiter! Lies Bücher. Lerne mit einem Onlinekurs oder suche dir (weibliche) Unterstützung bei einer Person deines Vertrauens.

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