Zertifikate

3 beliebte Zertifikate

Zertifikate sind bei den deutschen Anlegern sehr beliebt. Für jede Marktmeinung und für jede Risikotoleranz gibt es Zertifikate. Die Schwierigkeiten bei den Zertifikaten liegen im ersten Schritt bei der Auswahl.

Das Angebot an verschiedenen Zertifikaten ist immens. Der Anleger kann aus etwa 1,7 Millionen verschiedene derivative Wertpapiere auswählen.
Zertifikate sind strukturierte Produkte, die von einer Bank ausgestellt (=emittiert) und mehrere Komponenten beinhalten, die die Rendite beeinflussen. Sie beziehen sich auf verschiedene Basiswerte, wie z.B. Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Indizes.

Die Zertifikate kann man grob in zwei große Gruppe einteilen. Einmal die Hebelprodukte. Darunter fallen Optionsscheine und Knock-outs. Diese Gruppe ist für kurzfristige Anleger interessant. Aufgrund des Hebels können hohe Gewinne erzielt werden, die aber auch Risiken wie z.B. Totalverlust gegenüberstehen.

Die andere Gruppe sind die Anlageprodukte, worunter u.a. Discount-, Bonus-, Indexzertifikate sowie strukturierte Anleihen fallen. Hier werden die Gelder langfristiger angelegt.

Bei allen Zertifikaten ist es wichtig auf die Bonität des Emittenten zu achten. Zertifikate sind Schuldverschreibungen des Emittenten (=“Herausgeber des Zertifikates“). Bei einer Pleite des Emittenten können die Anleger ihr Geld verlieren. Anleger investieren nicht direkt in ein Wertpapier, sondern in eine vorhergesagte Entwicklung des zugrunde gelegten Wertpapieres.

Discountzertifikate

Anleger die von einer Seitwärtstendenz mit tendenziell aufwärts gehender Richtung beim Basiswert ausgehen, investieren in Discountzertifikate. Leider ist die Gewinnmitnahme auf einen Höchstbetrag begrenzt.

Beim Kauf erhalten Anleger einen Rabatt auf den aktuellen Kurs des Basiswertes. Dadurch gewinnt der Käufer einen kleinen Verlustpuffer, wenn der Kurs zum Ende der Laufzeit ein wenig fällt. Der Gewinn wird auf einen Höchstbetrag (Cap) begrenzt. Wenn der Basiswert über die Höchstgrenze steigt, nimmt der Käufer an diese Steigerung nicht mehr teil.

Am Ende wird geschaut, wo der Basiswert steht. Am oder über dem Cap wird der Höchstbetrag ausgezahlt. Darunter entspricht die Auszahlung dem Kurs des Basiswertes.

Deshalb ist wichtig: Je länger die Laufzeit, desto höher ist der gewährte Abschlag. Ein hoher Cap geht mit einem geringeren Discount zusammen.

Bonuszertifikate

Bei Bonuszertifikaten gibt es die Chance auf einen Zusatzgewinn (Bonus). Die Rendite kann auch bei seitwärts tendierenden oder leicht fallenden Kursen des Basiswertes positiv sein. Es wird eine Kursschwelle (=Barriere) festgelegt, die während der Laufzeit nicht berührt werden darf. Dann wird der Bonus fällig, der über der aktuellen Notierung liegt.

Die Verluste sind auf die Entwicklung des Basiswertes begrenzt. Wenn die Märkte sehr volatil sind, kann während der Laufzeit die Barriere berührt werden. Wenn das passiert, wird am Ende zum Basiswert abgerechnet und kein Bonus gezahlt. Eine Begrenzung der Wertentwicklung des Basiswertes nach oben findet nicht statt.

Deshalb ist wichtig: Je größer die Bonusschwelle zum aktuellen Kurs ist, desto geringer ist die Sicherheitszone zur Barriere. Je höher das Aufgeld, desto höher der Bonus. Um im schlechten Fall der Verlust.

Indexzertifikate

Indexzertifikate folgen einen Index eins zu eins. Dadurch ist die Auswahl groß. Es können spezielle Märkte, Branchen, Unternehmen ausgewählt werden. Hier gibt es Unterschiede bei der Indexkonzeption: Preis- oder Performance-Barometer.

Ein reiner Preisindex berücksichtigt keine Dividenden, was Renditeeinbußen bedeuten kann. Bei reinen Performance-Indizes können Verwaltungsgebühren anfallen.
Verluste sind auf die Entwicklung des Basiswertes begrenzt.

Wer nach dieser kleinen Zertifikatsvorstellung Lust bekommen hat, in Zertifikate zu investieren, kann das Angebot der ING nutzen. Die Direktbank bietet bis zum 30.6.2019 den Kauf von 92.000 Zertifikaten ohne Ordergebühr an. Der Kauf- oder Verkaufswert sollte mindestens 1.000 EUR betragen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass dieser Artikel keine Finanzberatung ersetzt und jeder nach seinem eigenen Risiko und finanzielle Möglichkeit sein Geld investiert. Investments an der Börse sind mit einem hohen Risiko verbunden und können den Totalverlust des eingesetzten Geldes bedeuten. In dem Artikel gebe ich meine persönliche Meinung wieder und keine Kaufempfehlung.

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